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Reitrecht in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg ist ein Reiterland - nicht nur, weil wir hier mit dem Württemberger Warmblut und dem Schwarzwälder Fuchs zwei eigenständige Pferderassen vorweisen können oder weil es in Marbach eines der angesehensten Landesgestüte Deutschlands gibt, sondern auch, weil die Landesgesetzgebung ein liberales, reiterfreundliches Reitrecht erlassen hat.
Damit es so bleibt und wir uns als Reiter weiterhin frei in der Natur bewegen können, sollten wir auf unseren Streifzügen durch die Natur das Reitrecht beachten und Rücksicht auf Fußgänger, Radfahrer, Landwirte, Forstwirte und Jäger nehmen. Auf dieser Seite haben wir deshalb das Reitrecht in BW für Sie zusammengefasst.

 

Reiten auf Naturwegen im Wald...

§ 51 NatSchG BW - Betreten der freien Natur

Jeder darf die freie Landschaft zum Zweck der Erholung unentgeltlich betreten. Landwirtschaftlich genutzte Flächen dürfen während der Nutzeit nur auf Wegen betreten werden. Als Nutzeit gilt die Zeit zwischen Saat und und Ernte, bei Grünland die Zeit des Aufwuchses und der Beweidung.
Beschränkungen des Betretens sind nur in den im §53 NatSchG genannten Ausnahmefällen zulässig.

§ 52 NatSchG BW - Reiten in der freien Landschaft

Das Reiten und Fahren mit bespannten Fahrzeugen ist nur auf hierfür geeigneten privaten und beschränkt öffentlichen Wegen oder auf besonders ausgewiesenen Flächen gestattet. Gekennzeichnete Wanderwege unter 3 m Breite, Fußwege, sowie Sport- und Lehrpfade sind hiervon ausgenommen.

In Naturschutzgebieten ist das Reiten und Fahren mit bespannten Fahrzeugen nur auf Straßen und befestigten Wegen, sowie auf besonders ausgewiesenen Flächen gestattet, soweit Rechtsverordnungen keine abweichende Regelung enthalten.
In Biosphärengebieten ist das Reiten in den Kernzonen nicht zulässig, in Pflegezonen ist es nur auf besonders ausgewiesenen Wegen und Flächen gestattet.

Für das Betreten des Waldes gelten darüber hinaus die besonderen Vorschriften des Landeswaldgesetzes Baden-Württemberg.

§ 37 LWaldG BW - Betreten des Waldes

Jeder darf den Wald zum Zwecke der Erholung betreten. Für organisierte Veranstaltungen ist eine Genehmigung der Forstbehörde erforderlich. Bei Privatwald die Zustimmung des Eigentümers. In der Regel werden von der Forstehörde und privaten Waldbesitzern "Gebühren" für die Genehmigung organisierter Veranstaltungen (z.B. Distanzritt) erhoben. Das private Reiten zur Erholung ist dagegen grundsätzlich genehmigungsfrei.

Grundsätzlich ist das Reiten im Wald nur auf Straßen und "dafür geeigneten Wegen" gestattet. Nicht gestattet ist das Reiten auf gekennzeichneten Wanderwegen unter 3 m Breite und auf Fußwegen, sowie auf Sport- und Lehrpfaden. Die Forstbehörde kann Ausnahmen zulassen.

§ 38 LWaldG - Sperren des Waldes

Der Waldbesitzer kann aus wichtigem Grund, insbesondere des Forstschutzes, der Wald- und Wildbewirtschaftung, zum Schutze der Waldbesucher, zur Vermeidung erheblicher Schäden oder zur Wahrung schutzwürdiger Interessen das Betreten des Waldes einschränken. Die Sperrung bedarf der Genehmigung der Forstbehörde (Ausnahme: vorübergehende Sperrungen von bis zu 2 Monaten sind der Forstbehörde lediglich anzueigen - diese kann die Aufhebung der Sperrung anordnen). Gesperrte Wege sind durch die laut Rechtsverordnung bestimmten offiziellen Schilder zu kennzeichnen.

Auf ein Wort:

Unter der Formulierung "dafür geeignete Wege", die sowohl im NatSchG, als auch im LWaldG verankert ist, sind auch Naturwege eingeschlossen. Gleichzeitig ist aber die Sperrung von Wegen möglich, wenn dies zur Vermeidung einer Schädigung des Grundstückes erforderlich ist.
Was bedeutet das für uns? Damit wir gerade diese schönen Naturwege weiterhin nutzen können, sollten diese nur dann beritten werden, wenn dies ohne Schäden möglich ist. Bitte meiden Sie Naturwege deshalb bei starker Durchfeuchtung gänzlich und reiten Sie auf feuchten Naturwegen grundsätzlich nur im Schritt.

Leider kommt es immer wieder vor, dass Reiter mit Barhufpferden Schotterwegen ausweichen und in der Vegetationsphase oder bei Durchfeuchtung über Wiesenflächen reiten - dies provoziert berechtigterweise Ärger mit den Landwirten. Oder wollen Sie im Pferdeheu Schimmel haben, weil Erde und Pferdeäpfel mit eingepresst wurden?
Wenn Sie also mit Ihrem Barhufpferd in der Natur reiten möchten, sollten Sie dies nur auf geeigneten Wegen tun - alternativ gibt es ja auch noch Angebote für einen "eisenlosen" Hufschutz, der bei regelmäßigen Ritten in Erwägung gezogen werden sollte...
Sollte es Probleme mit Sperrungen von Wegen geben, können Sie dies bei der VfD melden.
Das beste Mittel ist aber immer noch, einen freundlichen und rücksichtsvollen Umgang mit den Grundstückseigentümern und anderen Nutzern zu pflegen...

In diesem Sinne - happy trails...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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