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Faszination Reisen zu Pferd

 

Der Sinn des Reisens ist nicht anzukommen, sondern zu reisen. (Johann Wolfgang von Goethe)

Vite, vite - ceci n'est pas un voyage. Voyager, c'est prendre son temps (Afrikanisches Sprichwort)

 

 

 

Augen-Blicke...

Das kontemplative Element des Reisens zu Pferd

Was macht die besondere Faszination des Wanderreitens aus? Weshalb erfasst uns bereits wenige Tage nach der Rückkehr von einem Wanderritt eine innere Unruhe, die uns dazu drängt, den nächsten Wanderritt zu planen?
Das Unterwegssein mit dem Partner Pferd - ob alleine oder mit Gleichgesinnten - beschert uns intensive Momente in der Natur; eine Auszeit von den Reizüberflutungen des Alltags.

Es ist der kontemplative Aspekt des Wanderreitens, welcher in uns eine nachhaltige Veränderung bewirkt. Während eines Wanderrittes kommen wir zur Ruhe und lernen, die Schönheiten des Lebens mit allen Sinnen wahrzunehmen. Ein einfaches Satteltaschen-Picknick auf einer idyllischen Wiese gewinnt plötzlich einen höheren Stellenwert, als ein Fünf-Gänge-Menue in einem Edelrestaurant, der Schluck frisches Quellwasser schmeckt besser, als der Lieblingswein daheim...

Während der Stunden im Sattel hat man auch Zeit, nachzudenken. Darüber, wo man bislang in seinem Leben Prioritäten gesetzt hat und was einem wichtig war.
Man bewertet und überdenkt dies, setzt neue Prioritäten und neue Ziele. Am Ende dieser Überlegungen steht häufig die Erkenntnis, dass - abgesehen von der Gesundheit - unsere Zeit das wertvollste Gut ist, das wir haben.
Hier halten wir es mit Johann Wolfgang von Goethe, der schon 1825 feststellte:

"Alles aber ist jetzt ultra,
alles transzendiert unaufhaltsam,
im Denken wie im Tun...
Junge Leute werden viel zu früh
aufgeregt und dann im Zeitenstrudel fortgerissen.
Reichtum und Schnelligkeit ist,
was die Welt bewundert
und wonach jeder strebt.
Eisenbahnen, Schnellposten,
Dampfschiffe und alle möglichen
Faszilitäten der Kommunikation sind es,
worauf die gebildete Welt ausgeht,
sich zu überbilden und dadurch
in der Mittelmäßikeit zu verharren".

Allein mit diesen philosophischen Aspekten des Reisens lässt sich die Faszination des Wanderreitens aber nicht erklären.

Der verstorbene Sadko G. Solinski, ein in der Pferdewelt anerkannter und geschätzter "horseman der alten Schule" hat es 1999 in einem Vorwort zum Buch "Alpines Trekking mit Pferden und Maultieren" so formuliert: "Die Krone des Wanderreitens ist das Durchstreifen einer fremden Welt. Und so gesehen bietet es auch in unserer verwalteten Zeit noch echte Abenteuer, die nicht passiv erlebt, sondern aktiv bestanden werden wollen. Sie müssen wieder improvisieren können, sich auf ihren Instinkt verlassen, Geistesgegenwart und Umsicht beweisen, Humor und Verantwortungsgefühl zeigen, allerlei praktische Fertigkeiten besitzen, über Takt verfügen - und nicht zuletzt - über eine gehörige Portion Pferdeverstand. Es hat sich bereits tausendfach erwiesen, dass keine Sparte der Reiterei aus Menschen so gründlich Pferdemenschen macht, wie das Wanderreiten über weite Distanzen, das Zusammenleben von Pferd und Reiter während Tagen und Wochen, in denen sie aufeinander angewiesen sind."
 

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